Schokosahne | Torte

Es müssen nicht immer aufwändige und komplizierte Moussetorten sein – manchmal ist eine einfache Schokosahne genau das Richtige !! So eine Geburtstagstorte ist wirklich ganz fix gemacht, das Rezept ist ganz simpel – schick und gut aussehend wird sie alleine durch die Dekoration.

Wie die Ambrosia Torte ist auch die Schokosahne|Torte eine echte Verwandlungskünstlerin. Es gibt unzählige Arten, sie zu gestalten. Komplett eingestrichen wie auf diesem Bild oder auch als Naked Cake, mit oder ohne Schokodrip, mit oder ohne Kerzen – die sind hier auf meinen Bildern leider nicht gut sichtbar, dabei waren es so schöne 🙂 – mit „wilder“ Dekoration wie hier oder nur mit einigen wenigen Blumen oder auch als eine Kindertorte mit einem Bagger obenauf.

Ich liebe sie einfach 🙂

Ich kann euch sagen, ich habe unzählige Rezepte von Schokoladekuchen ausprobiert. Vor allem, wenn die Torten etwas höher werden – ich bin ein totaler Fan von Torten, die einen kleinen Durchmesser haben und dafür höher sind – muss der Teig doch eine gewisse Festigkeit aufweisen und sollte trotzdem noch wie Kuchen schmecken, nicht wie ein harter Keks.

Wie gesagt, ich habe viel probiert, war selten zufrieden, bis ich dann in einem wunderschönen Buch fündig wurde. Schicke Schichten von Judith Bedenik sah ich zufällig in einer Buchhandlung. Auf der Buchoberseite ein wunderschönes Foto mit einer Minitorte, verziert mit einer Dahlie und Brombeeren waren für mich Kaufargument genug 🙂

Eigentlich fasziniert von den zahlreichen Minitorten, verziert mit Blumen und Blümchen, bin ich genau hier auf den, meiner Meinung, perfekten Schokoladekuchen gestossen. Es brauchte nochmals einige Versuche, bis dann auch die Menge genau passte, aber dann war ich zufrieden. Ein stabiler, saftiger, flaumiger, schokoladiger Schokokuchen. Das Rezept kann ich inzwischen auswändig 🙂

Bei der Schokosahne ging es mir ähnlich. Schlussendlich hat mir mein Bruder mehr oder weniger zwischen Tür und Angel die Mengenangaben „zugeworfen“ und genau die war für mich stimmig. Ich habe auch hier einiges ausprobiert, die ersten Torten in dieser Art habe ich mit einer Ganache eingestrichen, weil ich dachte, ich bräuchte Stabilität. Das Ergebnis war wohl eine stabile Torte, aber durch die Ganache einfach viel zu süss.

Wie ich schon sagte, die Torte ist eine Verwandlungskünstlerein. Aber nicht nur was die Dekoration betrifft. Auch bei der Füllung kann noch einiges variiert werden. Wer möchte, kann z. B. Himbeeren zur Schokosahne geben oder natürlich Bananenscheiben oder ihr bereitet einen Tag vorher eine Mangofruchtfüllung zu, die dann tiefgefroren in die Schokosahne eingebettet werden kann. Was ich gerne mache, ist die einfachste Variante, die einzelnen Böden einfach mit einer fein passierten Marillen- oder Waldfruchtmarmelade dünn einzustreichen und darauf dann die Schokosahne geben. Was ich nicht gemacht habe, ist die Torte zu tränken. Ich finde, der Teig ist saftig genug, aber natürlich könnt ihr das gerne machen.

So – schon wieder so viel geredet. Eigentlich wollt ihr ja das Rezept 🙂

Die Angaben sind für eine Torte mit einem Durchmesser von 15 cm. Ich weiß es gar nicht genau, ob es Springformen in dieser Größe gibt. Auch hier habe ich etwas bei anderen Kuchenbäckern und Bäckerinnen recherchiert und mir dann diese gekauft. Und damit einen Volltreffer gelandet 🙂 Ich kann sie nur wärmstens weiterempfehlen.

Rezeptmenge: Torte 15 cm Durchmesser

Tortenböden – Menge für 3 Tortenformen mit je 15 cm Durchmesser

  • 133 g dunkle Kuvertüre
  • 8 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Zucker
  • 133 g Butter
  • 93 g Mehl
  • 3/4 Teelöffel Backpulver
  • 106 g gemahlene Mandeln

Den Backofen vorheizen. Die Böden der Backformen mit Backpapier belegen. Dazu einen Kreis in der Größe der Backform zuschneiden. Den Rand der Backform NICHT einfetten. Die Kuvertüre über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Die Butter mit 120 g Zucker schaumig schlagen. Die Eigelbe einzeln unterrühren. Die geschmolzene Kuvertüre hinzufügen und gut unterrühren. Die Eiweiße mit dem restlichen Zucker zu steifen Schnee schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver sieben und zusammen mit dem Eischnee vorsichtig unter die Eigelbmasse heben. Die Masse auf die drei Backformen aufteilen, glatt verstreichen und ca. 35 min backen. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Teig auch gut durchgebacken ist. Die Formen aus dem Backrohr nehmen und den Teig ca. 15 min abkühlen lassen. Dann vorsichtig mit einem Messer am Rand entlang fahren und den Schokoladeteig vorsichtig aus der Form lösen und abkühlen lassen. Mit Klarsichtfolie verpacken, und am besten über Nacht im Keller oder Kühlschrank ruhen lassen.

Schokosahne – am Vortag zubereiten

  • 750 g Sahne
  • 225 g dunkle Kuvertüre fein gehackt oder Callets
  • ev. Gelatine

Bei der Mengenangabe habe ich das Verhältnis 1000 g Sahne und 300 g Kuvertüre umgerechnet. Hier kannst du auch gerne etwas variieren, mehr Schokolade macht die Sahne etwas süsser und kräftiger oder auch weniger, damit sie noch zarter schmeckt. Weniger wie 250 g auf 1000 g Sahne würde ich aber nicht nehmen.

250 g Sahne aufkochen und dann über die gehackte Kuvertüre gießen. Wer möchte kann der Sahne etwas mehr Steifigkeit geben und ein oder zwei Blätter Gelatine vorher einweichen und dann zugeben. Kurz stehen lassen und dann verrühren, bis eine schöne cremige Ganache entstanden ist. Dann langsam die restliche kalte Sahne dazugeben und glatt rühren. Damit es noch sämiger wird, kann ein Pürierstab zu Hilfe genommen werden. Dann aber darauf achten, dass keine Luft eingeschlagen wird. Die Sahne mit einer Klarsichtfolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Fertigstellung

Die drei Schokoladeböden in je zwei Hälften schneiden. Ich begradige die Oberseite auch immer, damit alle sechs Böden gleich hoch und gerade sind. Das sieht dann im Anschnitt einfach schöner aus 🙂

Die Schokosahne aus dem Kühlschrank nehmen und mit dem Mixer aufschlagen. Hier müsst ihr ein bisschen euer Fingerspitzengefühl einsetzen und für euch entscheiden, wann die Sahne steif genug ist. Wer möchte, kann auch noch etwas San-Apart einschlagen, damit die Sahne noch etwas mehr Festigkeit erhält. Das aber nur, wenn vorher keine Gelatine dazugegeben wurde. Sonst würde alles viel zu fest werden.

Den ersten Boden auf ein passendes Cakebord legen oder sonst eine passende Unterlage. Das kann auch ein Tortenkarton sein, das verwende ich immer. Dann auf einem Drehteller platzieren. Ein Drehteller leistet dann beim Einstreichen große Hilfe. Nun könnt ihr die Torte ganz nach eurem Belieben schichten. Ich würde jedoch nicht zuviel Schokosahne zwischen die einzelnen Böden streichen, das Ganze wird sonst doch etwas zu schwer. Schaut darauf, dass ihr die Torte schön gerade stapelt. Dann die Torte in Frischhaltefolie packen und einen verstellbaren Tortenring umstellen. Zur Kühlung für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Die Schokosahne einstweilen ebenfalls in den Kühlschrank stellen. Ich mache es meist so, dass ich erst eine Teilmenge aufschlage und den Rest dann erst vor dem Einstreichen.

Zum Schluss die ganze Torte noch mit der Schokosahne einstreichen. Das geht am Besten mit einer Palette. Ist die Torte ganz eingestrichen, mit einer Palette oder Tortenspatel glatt streichen. Am besten geht ein Tortenspatel, diesen seitlich an der Torte anlegen und den Drehteller dabei langsam einmal um die ganze Achse drehen.

Natürlich braucht es etwas Übung, um die Torte schön glatt zu streichen. Wer es das erste Mal macht, tut sich sicher leichter, wenn er einen Naked Cake herstellt. Zumal das auch extrem schön aussieht 🙂 Ist die Torte schön eingestrichen, kommt sie wiederum in den Kühlschrank. Während der Lagerung bereiten wir noch den Schokodrip vor.

Schokodrip (Vanilletanz)

  • 100 g Zartbitterkuvertüre
  • 70 g Butter

Die Kuvertüre schmelzen und die Butter einrühren. Hier ist es wichtig, die halbwegs richtige Temperatur „zu erwischen“, ist die Schokolade noch zu warm, rinnt der Drip die ganze Torte hinunter. Ist er noch zu kalt, fließt er zu wenig und ihr bekommt nur dicke Nasen :-). Einfach zwischendurch am Rand des eines Bechers probieren, ihr bekommt da schnell ein Gefühl dafür. Wie ihr den Drip anbringt, ist ganz eurer Vorliebe überlassen. Entweder mit einem kleinen Löffel oder Plastikflasche, die es für Zuckerguss o.ä. gibt oder es geht sicher auch mit einem Spritzsack, in den ihr eine kleine Öffnung schneidet.

Der Schokodrip wird rasch fest und ihr könnt die Torte fertig dekorieren.

Auch das ist eine Variante.
Oder hier als naked cake.

Viel Freude mit dem Rezept und gutes Gelingen.

Eure Gertrud

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